[PC] Spieletest: NecroVisioN 2: Lost Company
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Es ist noch kein Jahr vergangen, da schicken die Entwickler von The Farm 51 bereits einen Nachfolger von NecroVisioN in den Handel. Hinter dem Titel NecroVisioN 2: Lost Company verbirgt sich erneut ein Ego-Shooter, der den Spieler im ersten Weltkrieg in den Kampf gegen Zombie-Horden schickt. Ob der Shooter auch bei der Genre-Konkurrenz Angst und Schrecken verbreitet, oder nur ein Schuss in den Ofen ist, wird der folgende Test zeigen.
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Story & Spielumfang:
NecroVisioN 2: Lost Company erzählt die Vorgeschichte zum ersten Teil. Auch Teil 2 spielt wieder zur Zeit des ersten Weltkriegs, wo man die Rolle des deutschen Soldaten Jonas Zimmermann übernimmt. Die Geschichte selbst wird in erster Linie während der Ladebildschirme weitererzählt. Aber auch Notizzettel, welche man an vielen Orten entdecken kann, geben Hintergrundinformationen preis. Da NecroVisioN in Deutschland zensiert erscheint, sucht man in dem Horror-Shooter vergeblich nach Blut - und nachdem ein Gegner getötet wurde, löst sich dieser einfach in Luft auf - schade. Doch wer sich all diese Effekte, inklusive der Möglichkeit Feinden Gliedmaßen abzutrennen und bis zur Unkenntlichkeit zu verstümmeln, wünscht, kann ja immer noch zur englischen Fassung greifen. Reichlich Schockmomente und Gruselstimmung bietet aber auch die deutsche Version. Allerdings ist dies oft so viel, dass die Geschichte von NecroVision Lost Company in den Hintergrund gerät.

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Gameplay & Spielspaß:
Beim Kampf gegen Zombie-Soldaten, Untote und auch Drachen, kann auf ein großes Waffenarsenal zurückgegriffen werden. Der Ablauf ist jedoch immer identisch: schießen, nachladen und vor allem in Bewegung bleiben. Denn auch wenn man denkt, dass man vom Teamkameraden Rückendeckung bekommt, greifen die Monster von eben dieser Position an, weil sie gerade dort aus dem Boden kriechen. Im Allgemeinen sind die Gegner jedoch aufgrund der linearen Levelarchitektur dazu gezwungen, von vorne anzugreifen.
Da es sich bei den Gegnern um unintelligente Zombies handelt, ist es nicht verwunderlich, dass diese in der Regel ohne Taktik einfach auf den Spieler zurennen. Einzig mit Feuerwaffen ausgestattete Zombies bleiben auf ihrer Position und suchen Deckung. Dass aber auch menschliche Teamkameraden gelegentlich KI-Aussetzer haben und nicht aufhören, auf eine massive Wand zuzulaufen (siehe Video unter "Grafik"), trübt den ansonsten soliden Eindruck.
Um die Kämpfe ein wenig aufzulockern, bekommt man für besondere Treffer, wie beispielsweise Kopfschüsse und Kombinations-Angriffe, Adrenalin. Mit genügend Adrenalin kann man einen Zeitlupenmodus aktivieren, der besonders in brenzligen Situationen nützlich sein kann. Denn dadurch wird man von den Zombies weniger leicht getroffen und hat selbst mehr Zeit zum Zielen. Hat man selbst fast keine Lebensenergie mehr, so aktiviert sich der Zeitlupenmodus automatisch.
In bestimmten Levelabschnitten ist es nötig, ein Gasmaske aufzusetzen. Als ob der giftige, grüne Rauch nicht schon genug wäre, schränkt dann auch noch die Maske die Sicht stark ein, wodurch man beim Vorrücken noch aufmerksamer sein muss.



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Grafik:
Dass man bei dem vergleichsweise geringen Budget der Entwickler kein Grafik-Feuerwerk erwarten kann, sollte von vornherein klar sein. Doch die verwaschenen Texturen fallen einfach auf - egal wo man hinsieht. Als Extrem-Beispiel sei die Szene genannt, wenn man mit dem Doppeldecker "Halberstadt" startet. Selbst wenn die Grafikeinstellungen auf Maximum stehen, kann man die Cockpit-Instrumente nur erahnen. Das zweite auffällige Element ist der Boden: sowohl der flache Rasen als auch die spärlich gesetzten Büsche sind grafisch einfach nicht mehr zeitgemäß. Nicht selten bekommt man auch Clipping-Fehler zu Gesicht, insbesondere wenn sich NPCs auf unebenen Flächen bewegen (siehe Video). Immerhin wurden die Waffen detailliert umgesetzt und auch die Lichteffekte können überzeugen.



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NecroVisioN 2: Lost Company - Clipping und KI:
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Sound:
Bei den Soundeffekten zeigen die Entwickler dann, dass es auch besser geht. Denn der Sound ist durchwegs gelungen und realistisch. Zwar hätte man die Hintergrundmusik etwas besser an das Spielgeschehen anpassen können, doch krachende Schüsse und Explosionen überdecken diese die meiste Zeit sowieso. Hinzu kommt das Gegröle aus einem Haufen Zombiekehlen, was die Stimmung noch bedrohlicher wirken lässt.



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Steuerung:
Die Bedienung erfolgt durch die gängige WASD-Steuerung und benötigt somit kaum Einarbeitungszeit. Auch die Maussteuerung arbeitet präzise. Was jedoch negativ auffällt ist, dass die Daumentasten von Mäusen nicht unterstützt werden: Diese werden bei der Tastenbelegung einfach nicht erkannt. Allerdings kann man dieses Problem umgehen, wenn man die Daumentasten der Maus mit Makros versieht (falls die Maus das unterstützt), die dann eine Taste auf der Tastatur ausführt.



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Fazit:
NecroVision 2: Lost Company hinterlässt einen gemischten Eindruck. Auf der einen Seite erzeugt der Horror-Shooter eine packende und motivierende Atmosphäre, insbesondere wenn der Held von schwarzem Humor gespickte Aussagen von sich gibt. Nur wurde bei der Story gespart und auch die Kämpfe könnten abwechslungsreicher sein. Wer aber gerne Zwischendurch eine kurze Zombiejagd veranstalten will, kann bei NecroVisioN 2 durchaus zugreifen.


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